Worum es geht
Einladung zur Mitarbeit an der Initiative „Medienbildung Jetzt“
Soziale Medien prägen das Leben unserer Kinder und Jugendlichen. Sie bieten Chancen, aber bringen auch erhebliche Risiken mit sich. Psychische Belastungen, Radikalisierung und Desinformation sind reale Gefahren: Junge Menschen müssen lernen, sich sicher, bewusst und kritisch in der digitalen Welt zu bewegen.
Gleichzeitig entscheiden digitale Kompetenzen und der souveräne Umgang mit neuen Technologien zunehmend über Bildungs-, Berufs- und Zukunftschancen. Wer versteht, wie digitale Medien funktionieren, kann sie aktiv nutzen, statt von ihnen gesteuert zu werden.
Ein mögliches Social-Media-Alterslimit allein reicht nicht aus. Entscheidend ist eine fundierte Vorbereitung auf den Umgang mit digitalen Medien. Medienkompetenz ist heute eine Schlüsselkompetenz — für persönliche Entwicklung, gesellschaftliche Teilhabe und den Schutz unserer Demokratie.
Die Initiative „Medienbildung Jetzt“ unterstützt daher das Vorhaben des Bildungsministers, ein eigenes Schulfach „Medienbildung & Demokratie“ einzuführen. Dieses Fach soll jungen Menschen helfen, Fake News zu erkennen, vertrauenswürdige Quellen zu beurteilen und demokratische Prozesse zu verstehen und zu gestalten.
Damit dieses wichtige Projekt gelingt und nicht verwässert wird, brauchen wir breite gesellschaftliche Unterstützung.
Machen Sie mit!
Engagieren Sie sich gemeinsam mit uns für eine starke Medienbildung und für die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen.
Unsere Forderungen
- Ein eigenes Schulfach „Medienbildung und Demokratie“ einführen, mit klarem Fokus auf demokratischer Öffentlichkeit, psychischer Gesundheit, Partizipation und souveränem Medienhandeln von Jugendlichen
- Pädagoginnen und Pädagogen gezielt ausbilden, damit Medienbildung und Demokratie von Beginn an umfassend unterrichtet werden.
- Mehr Medienbildungsstunden einführen und Medienkompetenz in allen anderen Unterrichtsgegenständen fördern
- Medien und Demokratie ab der Sekundarstufe I verankern, damit sich alle Kinder und Jugendlichen bereits ab der Mittelschule oder dem Gymnasium intensiv mit Demokratie auseinandersetzen
- Echte Mitbestimmung in der Schule ausbauen, weil erlebte Beteiligung Demokratieverständnis, Selbstwirksamkeit und Verantwortungsbewusstsein stärkt
- Medienkompetenz als Schutzfaktor gegen problematische Nutzung und Handlungsfaktor für souveränes Medienhandeln stärken und mit Angeboten zur Prävention und psychischen Gesundheitsförderung verknüpfen
Bleiben wir in Kontakt
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Die Initiator:innen
Univ. Prof. Dr. Christian Swertz
Univ. Prof. Dr. Christian Swertz, M. A. ist seit 2004 Professor für Medienpädagogik an der Universität Wien und seit 2017 Obman des Bundesverbands Medienbildung in Österreich. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Erkenntnistheorie der Medienpädagogik, medienpädagogische Beiträge zur Gesellschaft sowie die widerständige und kreative medienpädagogische Praxis.
Béa Pall
Psychotherapeutin mit systemischem Schwerpunkt. Präsidiumsmitglied des österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie ÖBVP; und Leiterin des Fachreferats Säuglings, Kinder und Jugendlichenpsychotherapie. Zudem leitet sie das Projekts fit4SCHOOL, das die psychische Unterstützung im Lebensraum Schule durch qualifizierte Psychotherapeut:innen fördert.
Im Präsidium engagiert sie sich an berufspolitischen Themen, Qualitätssicherung, Ausbildung sowie an der Weiterentwicklung der psychotherapeutischen Versorgung und ihrer gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Darüber hinaus verfügt sie über langjährige Erfahrung als niedergelassene Psychotherapeutin in Wien.
Kenan Doğan Güngör
Kenan Doğan Güngör ist Soziologe, Berater für den migrationsgeprägten gesellschaftlichen Wandel und Gründer des Forschungs- und Beratungsbüros [think.difference]. Er unterstützt Städte, öffentliche Institutionen, Bildungseinrichtungen und Organisationen bei Integrations-, Diversitäts- und Teilhabeprozessen und berät zu Fragen des Zusammenlebens in einer pluralen Gesellschaft.
Alexander Zach
Alexander Zach ist seit rund 25 Jahren als Unternehmer tätig; unter anderem war er Mitinhaber eines Monatsmagazins und verfügt über langjährige Erfahrung an der Schnittstelle von Politik, Medien und Wirtschaft. Ehrenamtlich engagiert er sich im ORF als Mitglied von Publikumsrat und Stiftungsrat und befasst sich insbesondere mit der Transformation der Mediennutzung sowie den daraus entstehenden Herausforderungen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als zentrale demokratiepolitische Institution einer offenen Gesellschaft und fungiert nun als Organisator der Initiative „Medienbildung jetzt!“.
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